Ski Alpin

Skireise Dolomiten Januar 2018


Skireise Dolomiten in Alta Badia vom 28.01. bis 04.02.2018

 

Unsere nun schon fünfte Skireise in die Dolomiten ins Hotel Monte Cherz auf dem Passo Campolongo (1.875 m) zwischen Corvara (Südtirol) und Arabba (Venetien) fand vom 28. Januar bis zum 4. Februar statt.

Die etwa 800 km lange Anreise über Fernpass und Brenner verlief optimal. Bei guten Wetter und leeren Straßen waren wir schon nach gut 8 Stunden am Ziel.

Die ersten drei Tage waren traumhaft: Sonnenschein, sehr gute Schneeverhältnisse, moderate Temperaturen, nicht zu viel Betrieb auf den Pisten und keine Wartezeiten an den Liften.

Den ersten Tag nutzten wir, um uns wieder mit der zuletzt vor einem Jahr praktizierten Fortbewegung auf Skiern vertraut zu machen. Dank der guten Bedingungen und passender Kondition klappte das prima und wir konnten das gesamte Skigebiet Alta Badia mit seinen Talorten San Cassiano, La Villa und Corvara „erfahren“.

Am nächsten Tag haben wir dann unseren Horizont erweitert. Schon um kurz nach 10 Uhr standen wir auf 3.200 m Höhe. Der Blick von dort oben auf die Civetta, die Sella-Gruppe mit dem Piz Boé und auf den Langkofel, um nur einige Berge zu nennen, ist immer wieder phantastisch und man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Die Abfahrt ins Tal war traumhaft und in Arabba sind wir dann in die Sella-Runde „im Uhrzeigersinn“ eingestiegen. Die alleine reichte uns aber nicht und deshalb wurde noch ein Abstecher auf den Ciampac und ins Fassatal eingebaut. Zeit für eine hervorragende Pizza (eine für Vier) nahmen wir uns auch noch.

Zurück in der Sella-Runde wurde es dann aber etwas hektisch: die Pisten um Wolkenstein waren recht gut „bevölkert“ und um 16:15 Uhr mussten wir in Corvara sein, um die letzte Gondel auf unseren Pass zu bekommen. Diverse „Pläne B“ wurden unterwegs während der Liftfahrten gemacht. Dank guter Kondition waren wir 7 Minuten zu früh an der Talstation und hatten so ausreichend Zeit festzustellen, dass die letzte Gondel erst um 16:45 Uhr geht. Das haben wir uns gemerkt.

Der dritte Tag führte uns bei tollem Wetter auf Skiern und mit dem Bus auf den Kronplatz mit seinen wunderschönen, langen Abfahrten. Wir hatten vom Vortag gelernt und machten uns nach der Mittagspause im Rifugio Graziani rechtzeitig auf den Rückweg. Der lief so gut, dass wird im Alta Badia noch Zeit für Abfahrten auf meiner Lieblingspiste, der „Pista del Sole“ vom Pralongia hinab, hatten. Die Freude daran wurde etwas getrübt durch das was wir von da oben sahen: Dicke Wolken kamen von Westen her über das Grödner-Joch und das Pordoi-Joch und waberten hinunter nach Corvara und Arabba.

Am nächsten Morgen war alles dicht und es schneite heftig. Hatten wir in den letzten Tagen alles zügig und stilsicher gefahren, was uns unter die Skier kam, so wurde heute schnell klar, dass das bei schlechter Sicht und schwerem Neuschnee nicht mehr so funktioniert. Der Aktionsradius wurde deutlich kleiner, Pisten im Wald standen ganz oben auf der Favoritenliste und die Hüttenbesuche wurden häufiger.

Der Donnerstag war ziemlich mies, der Freitag schon wieder etwas besser. Am Samstag war dann plötzlich der Ruf zu hören: „Schaut mal da, unsere Schatten“. Das Wetter wurde schlagartig besser, die Wolken lösten sich auf und innerhalb kürzester Zeit schien wieder Sonne. Und wir konnten ebenso schlagartig wieder zügig und stilsicher Ski fahren. Das taten wir dann auch noch ausgiebig. Die letzten Abfahrten machten wir auf der „Pista del Sole“, weil die Piste einfach schön ist und weil dort die Lifte am längsten in Betrieb sind.

Die Verpflegung im Hotel war ausgezeichnet, morgens ein reichhaltiges Frühstücksbuffet und abends italienisch: eine kleine Vorspeise, Salat vom Buffet, ein Gang „Pasta“ (mehrere zur Auswahl und jeden Abend andere) und ein Gang Fleisch oder vegetarische Kost, zum Abschluss ein Dessert. Nur morgens der Kaffee aus dem Automaten war nicht mein Ding. Nach zwei Versuchen bin ich ganz gegen meine Gewohnheit für den Rest der Woche zum Tee-Trinker geworden.

Übrigens verlief die Rückreise ebenso reibungslos wie die Hinreise.

Ein herzliches Dankeschön an Wolf Müller für die Organisation dieser schönen Ski Woche.

 

Jürgen Ufer


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