Radwandern

Radtour zur Siegmündung


08.11.2017 - Radtour zur Siegmündung

Drei unentwegte Radfahrer (Peter Rick, Franz Schawo und ich) trafen sich am Mittwoch den 08.11. zur 60 km langen Jahresabschlussradtour. Wir fuhren um die Region Bonn zunächst von Meckenheim, Kottenforst, Heidgen, Witterschlick, Oedekoven, Bonn-Tannenbusch, Buschdorf zur Mondorfer Fähre. Der Himmel war bewölkt bei Temperaturen von 6-8°. Gegen 12:30 Uhr kamen wir zur Mondorfer Fähre, eine Fährverbindung, zwischen Mondorf und Graurheindorf über den Rhein, mit mehr als 1200 Jahren Tradition.

Schon im Mittelalter wurden hier Personen und Waren mit einem Nachen über den Rhein transportiert. Heute wird diese Fahrt mit einer modernen Autofähre durchgeführt. Der heutige Fährbetrieb zwischen Mondorf und Graurheindorf ist nach einer längeren Pause 1994 wieder aufgenommen worden. Der Mondorfer Hafen ist heute Liegeplatz vieler Yachten und Sportboote aus der Umgebung. Die durch ihn abgetrennte Rheinhalbinsel bietet eine schöne Gegend für Spaziergänger und Radfahrer.

Nächstes Ziel nach der Rheinüberfahrt war das Café Hafenschlösschen, direkt am Mondorfer Yachthafen. Hier wärmten wir uns in den stilvollen Räumlichkeiten mit Kaffee, Kakao und einer Kleinigkeit zu Essen auf. Nach der Pause ging es weiter, vorbei am Yachthafen, dem Fischereimuseum Sieg zum Naturschutzgebiet Siegaue und der Siegmündung. Von der Ferne sahen wir bereits die Doppelkirche in Schwarzrheindorf, die wir als nächstes Ziel auswählten. Die Doppelkirche in Schwarzrheindorf gilt als romanisches Kleinod. Ihre Wandmalereien aus dem 12. Jahrhundert in Unter- und Oberkirche gehören zu den besterhaltenen ihrer Zeit.

Nun ging es weiter Richtung Rhein und Beuel. Wir sahen die Reste der Bröltalbahn, wo 1967 die letzten Züge auf der Schmalspurstrecke von Bonn nach Waldbröl fuhren. Weiter ging es vorbei am „Bahnhöfchen“, ein beliebtes Ausflugslokal, entlang des Beueler Ufers und wir genossen den schönen Blick auf die Bonner "Skyline". Weiter ging es über die Südbrücke, um wieder auf die „richtige“ Rheinseite zu gelangen. Wir warfen dann einen Blick auf die riesige Zeltstadt in der Rheinaue, wo gerade die Weltklimakonferenz COP23 stattfand.

Von der Rheinaue ging es zurück zum Rhein über Plittersdorf, am Schaumburger Hof vorbei zur Fähre Bad Godesberg. Die Fähren Konrad Adenauer und St. Christophorus verkehren auf dem Rhein zwischen Königswinter-Niederdollendorf und Bonn-Plittersdorf bei Rheinkilometer 647. Vom Rheinufer sahen wir auf Löwenburg, Drachenfels und Königswinter. Da es ein wenig zu regnen anfing, beschlossen wir über Bad Godesberg zurück nach Meckenheim zu fahren; zunächst jedoch schoben wir unsere Räder durch die Fußgängerzone Bad Godesberg. Wir verließen Bad Godesberg in westlicher Richtung über die Brunnenalle entlang des Godesberger Bachs und gelangten in das parkähnliche, schöne Marienforster Tal. Wir überquerten die Landstraße am ehemaligen Kloster Marienforst und weiter ging es über Pech und Villiprott zum Kottenforst. Gegen 17:00 Uhr kamen wir nach Einbruch der Dunkelheit schließlich alle wohlbehalten wieder in Meckenheim nach einer wunderschönen Fahrradtour an.

Wolfgang Sartoris


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