Radwandern

Rund um Meckenheim

Radtour Rundkurs Meckenheim - Ahrtal am 06.06.2018

 

Nach unserem Start in Meckenheim ging es zum Einfahren entlang der Swist Richtung Adendorf bevor die erste Steigung zur Fritzdorfer Mühle anstand. Die Fritzdorfer Windmühle, auch Windmühlenturm Fritzdorf genannt, ist eine der wenigen erhaltenen Windmühlengebäude in der Region.

Im Jahr 1842 wurde die Windmühle als dreistöckige steinerne Turmwindmühle (Turmholländer) errichtet, jedoch 1895 wieder stillgelegt, weil sie mit den neu errichteten Wassermühlen an der Ahr nicht mehr Schritt halten konnte. 1978 wurde der Mühlenturm renoviert. Heute dient die Mühle als Ort für Feiern und Veranstaltungen und kann von der Gemeinde Wachtberg angemietet werden.

Unweit der Mühle geht übrigens der mittelalterliche Krönungsweg Frankfurt – Aachen vorbei. Im Mittelalter entstanden allein zwischen Sinzig und Aachen an dem Krönungsweg viele Burgen,  z. B. die Burg Landskrone oder die Tomburg. Im Zuge der aufkommenden Industrialisierung verlor der Krönungsweg immer mehr an Bedeutung und ist heute in den Örtlichkeiten kaum noch erkennbar.

Bei gutem Wetter konnten wir weit in die Eifel schauen, aber auch zum Siebengebirge und bis in den Westerwald. Es ging nun den Berg hinab zur Ahr, vorbei an Haribo und dann weiter auf dem Ahr-Radweg bis nach Kripp am Rhein. Dort an der  Fähre nach Linz machten wir eine Pause.

Der Name Kripp ist auf die Zeit der Treidelschiffahrt zurückzuführen, da an der Stelle eine Futterstelle (Krippe) für die Treidelpferde eingerichtet war. Kripp war eine bedeutende Zwischenstation der Treidelschifffahrt zwischen Köln und Koblenz. Treideln bedeutet, dass man Schiffe mit Pferden flussaufwärts zieht. Die Pferde trugen an ihrem linken Auge Klappen, um sie vor dem reflektierten Licht des Rheins vor Erblindung zu schützen.

Weiter ging es vorbei am CampingplatzesGoldene Meile“ bis zur Brücke von Remagen. Die Ludendorff-Brücke, als Brücke von Remagen bekannt, war eine zweigleisige Eisenbahnbrücke über den Rhein zwischen Remagen und Erpel. Sie wurde 1916, im Ersten Weltkrieg, aus militärischen Gründen in Auftrag gegeben und am 1. Mai 1918 nach General Erich Ludendorff benannt. In der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs war sie der erste alliierte Übergang über den Rhein, am 17. März 1945 stürzte sie ein. Sie erlangte durch den 1969 erschienen US-Kriegsfilm „Die Brücke von Remagen“ besondere Bekanntheit. Übriggeblieben sind heute nur noch die Brückentürme auf beiden Seiten und Teile der Zufahrtsrampe.

Nun ging es weiter über die im Sommer 2008 generalüberholte und von Grund auf neu gestaltete Rheinpromenade Remagen, vorbei am Denkmal des Rennfahrers Rudolf Caracciola, der in Remagen geboren wurde.

Wegen der hohen Temperaturen (im Schatten 30°) entschieden wir uns nun am Apollinarisberg in Richtung Birresdorf weiter zu fahren. Zunächst ging es daher in Richtung Apollinariskirche und dann langsam aber stetig steigend nach Birresdorf. Dieser Weg führte fast nur durch den Wald und gab uns Schatten, was bei den hohen Temperaturen gut tat. Von Birresdorf verlief der Weg durch Obstplantagen in Richtung Oeverich und Fritzdorf.

Nach einer Einkehr in der Burg Münchhausen kehrten wir nach Meckenheim zurück.

 

Wolfgang Sartoris


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