Wandern

Wanderung Hillesheim

Wanderung Hillesheim am 07.07.2018

Hillesheim und seine Umgebung waren schon immer ein beliebtes Ziel für Wanderungen, bisher besuchten wir die Krimiwanderwege. Dieses Mal wollten wir den Barfußpfad besuchen.

Von Meckenheim fuhren wir zu viert in 1 Stunde über Adenau nach Hillesheim, wo Parkmöglichkeiten bei den Sportanlagen am Hillesheimer See bestanden.  Wir starteten unsere Wanderung auf dem Barfußpfad, wo unsere Füße  von sanft bis kräftig massiert wurden. Wir konnten das Fußgefühl beim Spaziergang über die verschiedenen Untergründe wiederentdecken. Der Barfußpfad ist 1,5 km lang und hat 22 Stationen. Wir nutzten einige Stationen und setzten unseren Weg im Bolsdorfer Wald fort.

In Bolsdorf, wo am Tag zuvor die Bolsdorfer Pool-Party stattfand, war noch das Festzelt und einige Pools zu sehen. In Bolsdorf prägt die katholische Kirche St. Margaretha das Ortsbild. Auf einem asphaltierten Weg gingen wir weiter nach Dohm, wo wir die kleine Kapelle besuchten. Danach ging es am Restaurant Müllisch´s Hof vorbei zur Kylltalbrücke und in den Naturpark Vulkaneifel. Nun stieg der Weg 150 Höhenmeter an bis wir am Wolfbeuel, auf 532m ankamen. Da der Anstieg im Wald erfolgte, war dieser trotz sommerlicher Temperaturen gut zu laufen. Auf der Höhe befindet sich die Schutzhütte Heimatblick des Heimatvereins Niederbettingen. Von hier hat man einen guten Blick über Ort Niederbettingen mit seiner Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Pfarrkirche Herz-Jesu, die mit heimischem, rotem Sandstein gemauert wurde. Wir waren fasziniert von der Aussicht, die uns dort oben bot. Von dort erschließt sich ein weiter Blick nicht nur über das breite Tal der mittleren Kyll sowie auf die Dauner Berge, sondern sogar bis zur Hocheifel mit der Hohen Acht, der mit 747 m höchste Erhebung der Eifel.

Wir waren dort oben aber nicht allein.  Mehrere Personen die zum Ordnerdienst um die Rallye Oberehe gehörten, waren dort. Zum 47. Mal ging an diesem Samstag  eine der sportlich hochrangigsten  Ein-Tages-Veranstaltungen im Rallyesport in der Region über die Bühne. Teams aus fünf Nationen waren am Start und absolvierten dort eine der Wertungsprüfungen. Sechs Wertungsprüfungen insgesamt mit einer Gesamtlänge bis zu 70 Kilometern in der nördlichen Vulkaneifel galt es zu bewältigen. Vom Heimatblick konnten wir den Start zur 6. Prüfung beobachten, aber wir wollten ja eigentlich weiter Richtung Oberbettingen.

Als nächstes gelangten wir zu einer Lavakaule auf dem Rother Berg, aber dann durften wir nicht mehr weiter. Streckenposten stoppten unseren Weitermarsch, da die Rallye genau in dem Gebiet stattfand und einige Fahrzeuge sich lautstark durch das Gelände bewegten und viel Lärm und Staub hinterließen. Die Streckenposten zeigten uns einen Weg, auf dem wir weiter Richtung Niederbettingen und zum Start der Wertungsübung der Rallye kamen. Dort konnten wir uns einige Fahrzeuge kurz vor ihrem Start ansehen. Die meisten Fahrzeuge waren werksmäßig aufgebaut, es waren auch Allradfahrzeuge am Start. Die Rallye startete um 12 Uhr an der Markthalle in Hillesheim, wo auch am Abend die Siegerehrung stattfand.

Nach einer kurzen Erfrischung ging es aber weiter nach Niederbettingen, das zur Gemeinde Hillesheim gehört und sich am Ende des Bolsdorfer Tälchens an der Kyll befindet. Von dort gelangten wir über zwei kleine Brücken über die Kyll und nach Bolsdorf und über den 2. Teil des Barfußpfades zurück nach Hillesheim. Den Rückweg machten wir über Stadtkyll und Kronenburg.

Kronenburg ist eine Ortschaft die durch ihr gut erhaltenes, mittelalterlich geprägtes Ortsbild bekannt wurde. Sie besteht aus dem hoch gelegenen gleichnamigen Burgort und der Talsiedlung Kronenburgerhütte. Im Burgort haben wir uns gestärkt, bevor es über die B 51 zurück nach Meckenheim ging, das wir um 19:20 erreichten.

Ein schöner Tag mit vielen unerwarteten Erlebnissen und positiven Eindrücken lag hinter uns; schade nur, dass so wenige Teilnehmer dabei waren.

 

Wolfgang Sartoris


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